Gallery Walk: Social Media Trends
Auf TikTok und Co. begegnen Jugendliche einer Vielzahl von Videos, in denen idealisierte Lebensentwürfe inszeniert werden. In Trends wie „How to be him” oder „That Girl” zeigen Influencer*innen ihren Follower*innen, wie sie sich kleiden, aussehen und generell verhalten sollten, um zu ihrem „besten Selbst“ zu werden.
Für Jugendliche kann es herausfordernd sein, diese inszenierten Inhalte einzuordnen und kritisch zu hinterfragen.
In dieser Methode erkunden Jugendliche diese Trends, reflektieren die vermittelten Botschaften und setzen sich damit auseinander, welche Wirkung solche Ideale auf ihr Selbstbild haben können.
Die Jugendlichen durchlaufen in Kleingruppen Stationen mit Kurzbeschreibungen und Beispielen zu den Social Media-Trends „How to be him“, „That Girl“, „Tradwife“ und „Winter Arc“. Anschließend tauschen sie sich kurz über das Gesehene aus. Nachdem die Gruppen alle Stationen durchlaufen haben, setzen sie sich mit den Reflexionsfragen auseinander und halten ihre Gedanken auf einem Flipchart fest. Die dort gesammelten Beiträge werden zum Abschluss im Plenum diskutiert.
Material
- ausgedruckte Plakate
- iPads/Tablets oder eigene Endgeräte der Teilnehmenden
- Kopfhörer
- Pinnwand/Flipchart
- Klebepunkte (zum Liken)
- Post-Its
Vorbereitung
Die Fachkraft liest zur Vorbereitung die webhelm Artikel zu den Trends (How to be him; That Girl; Trad Wife; Winter Arc). Anschließend werden die Plakate mit den Trendbeschreibungen und den QR-Codes ausgedruckt und im Raum wie bei einer Vernissage (Ausstellung) verteilt. Wenn möglich werden iPads oder Tablets und Kopfhörer zur Verfügung gestellt, ansonsten ist es möglich, dass die Teilnehmenden ihre eigenen Endgeräte nutzen. Für die anschließende Reflexion werden Flipcharts oder eine große Pinnwand bereitgestellt.
Durchführung
Zu Beginn teilt die Lehrkraft die Teilnehmenden in Kleingruppen ein und erklärt kurz das Ziel und den Ablauf des Gallery Walks. Dabei sollte außerdem auf respektvolle Kommunikation und einen achtsamen Umgang mit unterschiedlichen Meinungen hingewiesen werden.
Die Jugendlichen bewegen sich anschließend in Kleingruppen von Station zu Station. An jeder Station lesen sie eine kurze Beschreibung des jeweiligen Trends und schauen sich über die QR-Codes die verlinkten Beispiele an. Daraufhin tauschen sie sich kurz in ihrer Kleingruppe über ihre Eindrücke aus.
Am Ende beantworten die Jugendlichen Fragen zur Reflexion der gesehen Inhalte.
Beispielfragen:
- Welche Trends faszinieren euch?
- Was findet ihr herausfordernd an den Inhalten?
Die Reflektionsfragen werden auf Flipcharts oder einer Pinnwand mit Post-Its beantwortet und können von den anderen Teilnehmenden mit den Klebepunkten geliked werden.
Zum Abschluss werden die Beiträge auf den Flipcharts im Plenum diskutiert.
Stärken der Methode
Der Gallery Walk ermöglicht es Jugendlichen, Social Media Trends, bewusst zu reflektieren und kritisch zu hinterfragen. Das Bewegen von Station zu Station und der aktive Austausch über das Gesehene bringen Dynamik in die Auseinandersetzung und eröffnen verschiedenen Perspektiven. Die Methode fördert Medienkritik, da die Jugendlichen reflektiert überlegen können, welche Wirkung solche Inszenierungen auf ihr Selbstbild haben können. Der Austausch in Kleingruppen unterstützt zudem das kooperative Lernen und stärkt die kommunikativen Kompetenzen. So bleibt der Bezug zu beliebten Social Media-Inhalten erhalten, während Reflexions- und Diskussionsprozesse angestoßen werden.