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Substack ist eine multimediale Online-Plattform, auf der User*innen zu unterschiedlichen Themen Newsletter versenden, Podcasts erstellen und weitere Formate veröffentlichen können. Mittlerweile verzeichnet die in den USA gegründete Publishing Plattform Substack Millionen User*innen.  

Was ist Substack? 

Substack zählt unter den Social Media Plattformen noch zu den Newcomern. Seit 2017 können Autor*innen hier unabhängig von einem Verlag ihre Newsletter wie ein eigenes Magazin direkt an ihre Abonnent*innen verschicken und – ähnlich wie bei bekannten Social Media Plattformen – Beiträge posten. Der Name Substack setzt sich aus den englischen Begriffen “subscription” (dt. Abonnement) und “stack” (dt. Stapel) zusammen. Die Abonnent*innen erhalten von den Creator*innen, denen sie folgen, regelmäßig Newsletter direkt in ihr E-Mail-Postfach. Die bereitgestellten Inhalte können Abonnent*innen teilweise kostenfrei, teilweise zahlungspflichtig konsumieren. Im Gegensatz zu anderen Social Media Plattformen, erreichen die ausgewählten Inhalte ihre Abonnent*innen direkt, ohne dass ein Algorithmus die Auswahl oder Reihenfolge der Inhalte beeinflusst. Während viele User*innen Substack vor allem für die Newsletter-Funktion kennen, haben Creator*innen unter anderem auch die Möglichkeit Podcasts hochzuladen oder mit ihrer Community zu chatten. 

Wie funktioniert die Plattform? 

Die Plattform wirkt auf den ersten Blick wie eine der gängigen Social Media Plattformen. Verschiedene Icons führen zu den unterschiedlichen Funktionen. Dazu gehören beispielsweise ein Bereich für Chats, eine Such- und Entdecken-Funktion sowie eine Übersicht der abonnierten Publikationen und Creator*innen. Darüber hinaus bietet Substack verschiedene Möglichkeiten Inhalte zu veröffentlichen. Die Plattform versteht sich also als ein Newsletter-Dienst, soziales Netzwerk und als Publikationsplattform zugleich. So können unteranderem Newsletter verschickt und Essays, Podcasts oder kurze Videos veröffentlichen werden. Die digitalen Newsletter werden nach Veröffentlichung direkt an die Abonnenten*innen versendet und zusätzlich als Beitrag auf dem Profil der Ersteller*innen gepostet. Creator*innen können außerdem von verschiedenen Tools, wie unter anderem der Schreibfunktion, die zur Erstellung von Essays dient, oder der Livestream-Funktion Gebrauch machen.  

Von Sportler*in zu Künstler*in: Wer veröffentlicht auf Substack? 

Alle User*innen, die über einen Account verfügen können Inhalte auf Substack veröffentlichen. Viele Creator*innen nutzen die Plattform, um beispielsweise ihre Meinungen, Stand- und Kritikpunkte sowie Einstellungen zu den verschiedensten Themen zu teilen. Aber auch Rezepte, Tipps und Empfehlungen sowie philosophische Gedanken finden bei Substack ihren Platz. So reichen die Genres von Food Content hinzu Politik-, Kultur- und Sport-Inhalten. Besonders Autor*innen, Podcaster*innen oder Blogger*innen sind etablierte Creator*innen auf Substack. Zu den wohl berühmtesten Creator*innen gehören der ehemalige Profi-Basketballer Kareem Abdul-Jabbar, der israelisch-britische Koch Yotam Ottolenghi oder die Popmusikerin Charli xcx, deren Account “charli’s substack” rund 95.000 Abonnent*innen folgen.  

Tipps und Hinweise

Der Austausch zwischen Erwachsenen und Jugendlichen über die Social Media Nutzung ist sehr wichtig. Durch solche Gespräche können Erwachsene erfahren, auf welchen Plattformen Jugendliche aktiv sind und welche Inhalte sie dort konsumieren. Anschließend ist es wichtig, junge Menschen dafür zu sensibilisieren, Social Media Content kritisch zu hinterfragen. Dabei sollte möglichst geprüft werden, wer die Inhalte veröffentlicht und ob es sich um persönliche Meinungen oder Fakten und Informationen handelt. Außerdem ist darauf hinzuweisen, dass bei Substack Inhalte vergleichsweise zurückhaltend moderiert werden. Die Plattform lässt auch kontroverse Ansichten zu, die auf anderen Plattformen möglicherweise stärker eingeschränkt werden. 

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Monetarisierung: Creator*innen können kostenpflichtige Abonnements anbieten, durch die bestimmte Inhalte erst nach einer Zahlung zugänglich werden. Eltern sollten daher mit Jugendlichen auch über solche In-App-Käufe sprechen und möglicherweise gemeinsame Regeln aufstellen. 

Wichtig zu beachten ist außerdem die Altersgrenze: Laut den Nutzungsbedingungen von Substack müssen Nutzer*innen mindestens 16 Jahre alt sein, um die Plattform zu nutzen. Auch die App ist im App Store ab 16 Jahren freigegeben. Eltern und pädagogische Fachkräfte sollten diese Altersvorgabe bei der Nutzung berücksichtigen und Jugendliche bei einem verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien unterstützen.