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Online-Werbung

Online-Werbung ist bei den meisten kostenlosen Apps, Webseiten oder Sozialen Netzwerken nicht wegzudenken. Für die Betreibenden von Webseiten dient sie der Finanzierung, für Unternehmen ist sie ein beliebter Weg, um auf Produkte und Dienstleistungen aufmerksam zu machen und neue Kundschaft zu gewinnen. Nutzenden wird beim Surfen eine große Bandbreite an Werbeformen präsentiert. Gerade für Kinder ist diese nicht immer als solche zu erkennen.

Formen von Werbung

Trailer: Kommt ein neuer Film in die Kinos, wird vorher ein sogenannter Trailer veröffentlicht, in welchem Ausschnitte aus dem Film zu sehen sind. Der Trailer dient also als Werbung, um möglichst viele Zuschauer_innen in die Kinos zu locken. Neben Filmtrailern wird oft auch für Computerspiele oder anderen Veröffentlichungen ein Trailer erstellt.

In-Steam Video Ads: In-Steam Video Ads sind vor allem bei YouTube-Videos zu beobachten. Diese Werbeanzeigen werden vor, während oder nach einem Video angezeigt und werden oftmals als eine Bezahlung für die kostenlosen Videos angesehen. In einigen Fällen lassen sich diese Werbefilme nach drei Sekunden überspringen, andere müssen bis zum Ende angeschaut werden.

Bannerwerbung: Auch die Bannerwerbung ist eine stark verbreitete Form von Internetwerbung. Die Werbebanner werden meist oberhalb oder seitlich in eine Webseite eingefügt oder in den Textteil eingebaut. Um die User_innen direkt zur angegebenen Seite weiterzuleiten, besitzen sie einen Hyperlink.

Pop-Ups: Einer der häufigsten Formen von Werbung sind sogenannte Pop-Ups, welche der Bannerwerbung zuzuordnen sind. Diese erscheinen in einem separaten Browserfenster, welches sich meist ohne eine Nutzeraktion öffnet. Somit soll die Aufmerksamkeit der Nutzer_innen auf die angezeigte Werbung gerichtet werden.

Layer Ads: Eine weitere Form von Online-Werbung sind die sogenannten Layer Ads. Dabei werden Werbeanzeigen direkt über den Inhalt der Webseite gelegt und werden durch einen Schließ-Button geschlossen. Im Regelfall wird dieser Form der Werbung schnell weg geklickt und von Nutzer_innen kaum wahrgenommen.

Personalisierte Werbung

Nicht alle Internetnutzenden bekommen die gleiche Werbung angezeigt, da sich die Werbeanzeigen nach dem Surfverhalten der einzelnen User_innen richten. Anhand von Cookies, Browser- und Handy-Identifizierungen werden während des Surfens Informationen gesammelt, gespeichert und analysiert. Dadurch werden Nutzerprofile erstellt, um den Nutzer_innen Werbung anzuzeigen, die ihren Interessen entsprechen.

Über kleine Text-Dateien, den sogenannten Cookies, werden die gesammelten Informationen nach dem Schließen des Browsers auf dem Computer gespeichert und beim Öffnen des Browsers zu einem späteren Zeitpunkt wieder abgerufen. Suchbegriffe, gekaufte Produkte und weitere Informationen über das Surfverhalten können so von Unternehmen verwendet werden, um entsprechende Werbeanzeigen anzuzeigen.

Auch Soziale Netzwerke wie Facebook, Instagram oder YouTube arbeiten mit Nutzerprofilen. Anhand von Angaben über das Alter, das Geschlecht, den Standort oder den Interessen kann personalisierte Werbung generiert werden.

Wenn es um personalisierte Werbung geht, ist auch Google vorne mit dabei. Google ist die größte Online-Suchmaschine und liefert eine Vielzahl an Informationen. Die Daten, welche die Nutzer_innen in die Suchleiste eingeben, werden ebenfalls gesammelt und ausgewertet. Somit ist Google eine der besten Plattformen, um personalisierte Werbung zu platzieren.

Hinweise für Eltern und pädagogische Fachkräfte

Wer im Internet surft, hinterlässt eine Vielzahl an Spuren im Netz. Durch die gesammelten Informationen können Unternehmen personalisierte Werbeanzeigen einfügen. Für Erwachsene ist Online-Werbung leicht zu erkennen. Jüngere Kinder hingegen haben Schwierigkeiten, Werbung von dem restlichen Inhalt einer Webseite zu unterscheiden. Dies liegt vor allem an der Vielfalt der Werbeformen. Bestimmte Werbeinhalte, wie etwa Filmtrailer vor Youtube-Videos, können Kindern außerdem Angst machen. Deshalb ist es wichtig, sie beim Surfen im Internet zu begleiten und sie auf die verschiedenen Werbeformen mit ihren Risiken hinzuweisen. Zudem ist es sinnvoll, Werbeblocker zu installieren, um nicht kindgerechte Inhalte zu blockieren. Damit geschaltene Werbung möglichst wenig personalisiert wird, hilft es, Einstellungen gegen Tracking vorzunehmen.