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Messenger

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Kommunikation stellt einen wichtigen Teil der Internetnutzung von Kindern und Jugendlichen dar. Besonders beliebt ist der Austausch per Messenger. So gehört WhatsApp für 88% der 12-19-Jährigen zu den beliebtesten drei Apps auf dem Smartphone (JIM-Studie 2017).

Messenger sind Apps, mit denen Smartphone-User_innen quasi in Echtzeit Nachrichten untereinander austauschen können. Sie benötigen dafür lediglich die Telefonnummer ihres Chatpartners. Neue Nachrichten erscheinen automatisch als Benachrichtigungen auf dem Bildschirm. Außer Textnachrichten können auch Emoticons, Sticker, Bilder, Gifs, Videos, Kontakte, Dateien oder Links gesendet werden. Telefonieren ist out – besonders beliebt bei Jugendlichen ist das Senden von Sprachnachrichten. Auch zu mehreren kann per Messenger kommuniziert werden: in Gruppenchats verbinden sich z.B. bei WhatsApp bis zu 256 Teilnehmer_innen. Viele Kinder und Jugendliche nehmen gleich an mehreren Gruppen teil, vom Klassen- über den Freundes- bis zum Familienchat. Zusätzlich haben viele der beliebtesten Apps wie Instagram, Snapchat und Facebook (siehe hierzu Soziale Netzwerke) eine integrierte Chatfunktion. So können am Tag schon mal mehrere hundert Nachrichten auf dem Display erscheinen.

Herausforderungen bei der Messenger-Nutzung sind unter anderem das Gefühl der ständigen Erreichbarkeit, der Umgang mit Kontaktanfragen Unbekannter, die Reaktion auf Kettenbriefe oder nicht jugendfreie Inhalte sowie der Schutz der persönlichen Daten. Besonders in Gruppenchats ist der richtige Umgang mit Konflikten oder Missverständnissen wichtig.

Obwohl der Messenger-Dienst WhatsApp 2014 von dem Internetkonzern Facebook gekauft wurde und sich damit die Sorge um Persönlichkeitsrechte und Datenschutz bei vielen Nutzer_innen verstärkte, konnte sich bisher noch kein alternativer Messenger wie Threema, Telegram oder Signal flächendeckend durchsetzen.