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Künstliche Intelligenz und Big Data

Künstliche Intelligenz und Big Data

Die KI-Technologie lebt von einer Vielzahl an Daten. Je mehr Daten vorhanden sind, desto effektiver können sich KI-Systeme weiterentwickeln und lernen. Damit KI-Systeme ihr volles Potenzial ausschöpfen können, müssen sie mit den massiven Datenmengen umgehen können. Dafür ist Big Data notwendig.

Was ist Big Data?

Big Data bedeutet so viel wie „große Datenmenge“. Unter Big Data sind also Datenvolumen zu verstehen, die sich durch eine enorme Masse, einer enormen Entstehungsgeschwindigkeit und durch eine inhaltliche Vielfalt auszeichnen. Da eine solch große Datenmenge vom menschlichen Gehirn nicht bewältigt werden kann, gibt es Programme, welche die Daten in verständliche Informationen umwandeln.

Big Data sind also Technologien, welche riesige Datenmengen verarbeiten und auswerten.

Wie entstehen die Daten?

Über das Smartphone oder den Laptop werden beim Surfen im Internet Daten gesammelt. Die besuchten Webseiten sammeln dabei Informationen über die Interessen der Nutzer*innen, um so personalisierte Werbung anzuzeigen. Unternehmen, die über Daten von vielen Nutzer*innen verfügen, können so vielfältige Informationen über das Verhalten und Vorlieben der Nutzer*innen sammeln und auswerten.

Chancen und Risiken von Big Data

Der Einfluss von gezielter Werbung wird von einigen Menschen positiv angesehen, kann aber auch kritisch betrachtet werden. Bei einigen Menschen besteht die Sorge, dass das Wissen aus Big Data nicht „nur“ für Werbezwecke, sondern auch zum Beispiel für politische Beeinflussung verwendet wird.

In verschiedenen Bereichen gibt es durch Big Data bereits Fortschritte: Im medizinischen Bereich kann eine Software viel schneller eine Diagnose stellen, wodurch eine schnellere Behandlung erfolgen kann. Eine Software, die mit Daten gefüttert wurde, kann durch die Datenauswertung also oftmals schnellere und gezieltere Prognosen treffen.

Sprachassistenten Alexa und Co.

Sprachassistenten sind sehr beliebt, da sie den Alltag erleichtern können. Oftmals werden den Sprachassistenten wie Alexa, Siri und Co. private Informationen anvertraut, ohne genau zu wissen, was mit den preisgegebenen Daten passiert.

Jede Frage oder jeder Befehl, wird auf den Rechnern von Amazon, Apple oder Google gespeichert. Dabei werden nicht nur die Stimmen der registrierten Nutzer*innen gespeichert, sondern auch die von Kindern oder Besucher*innen. Sobald der Sprachassistent durch das Wort „Alexa“, „Siri“ oder „Echo“ aktiviert wird, nimmt es die Stimmen der jeweiligen Person auf, auch wenn Kinder oder Besucher*innen nichts von dem Gerät wissen. So werden persönliche Informationen preisgegeben, auch wenn keine Einwilligung der jeweiligen Person vorliegt.

Gerade Kinder sehen in den Sprachassistenten einen praktischen Alltagshelfer, der auch gerne einfach nur zum Spaß verwendet wird. Welche Technik und welche Firmen dahinterstecken, ist für die meisten Heranwachsenden nicht ersichtlich. Daher ist es wichtig, selbst als gutes Vorbild voranzugehen und auf die Nachteile von Sprachassistenten hinzuweisen.

Hinweise für pädagogische Fachkräfte und Eltern

Die technischen Möglichkeiten, die hinter Big Data stehen, werden sich in Zukunft noch weiterentwickeln. Daher ist es wichtig mit Kindern und Jugendlichen die Vor- und Nachteile von Big Data herauszuarbeiten. Da Big Data eine permanente Speicherung von großen Datenmengen voraussetzt, ohne dass oftmals der Zweck für die Datennutzung bekannt ist, sollten Heranwaschsende ebenfalls für die Preisgabe privater Daten sensibilisiert werden.