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Alternative Apps für Kinder

Das Internet bietet nicht nur Erwachsenen unzählige Möglichkeiten. Gerade Kinder sind fasziniert von lustigen Spielen, schönen Bildern, Chatfunktionen und all den anderen spannenden Dingen, die es im Netz zu entdecken gibt. Bei vielen von ihnen kommt daher schon in sehr jungen Jahren der Wunsch auf, beliebte Anwendungen wie YouTube, WhatsApp, oder Fortnite zu nutzen. Allerdings sind viele dieser Angebote nicht für Kinder geeignet, da sie verstörende oder problematische Inhalte aufweisen können. Auch mangelder Datenschutz oder versteckte Werbung gestalten die Anwendungen gerade für Kinder problematisch. Stattdessen gibt es sinnvolle Alternativen für Herwanwachsende, die neben einem hohen Spaßpotenzial kindgerechtes Lernen ermöglichen.

Kommunikations- und Foto-Dienste

Anstelle von Facebook oder Instagram können Eltern ihren Kindern beispielsweise den Knipsclub empfehlen. Dabei handelt es sich um eine Foto-Community für Kinder von acht bis 12 Jahren, die kostenlos, sicher und werbefrei ist. Nutzende können hier eigene Bilder hochladen sowie Fotos anderer User_innen kommentieren und liken, ohne jegliche sensible Daten preiszugeben. Nebenbei lernen sie etwas über Bild- und Urheberrechte.

Finden Kinder eher die Kommunikation mit anderen spannend, können sie sich über das moderierte Forum von www.seitenstark.de oder die Chats auf www.mein-kika.de mit anderen austauschen. Im Forum von www.kindernetz.de werden User_innen dazu aufgefordert, keine persönlichen Daten anzugeben – wenn doch, werden diese gelöscht. Eigene Artikel und Geschichten veröffentlichen, Beiträge kommentieren und ihre Meinung zu kindgerecht aufbereiteten Themen abgeben können junge Nutzer_innen auf Kindersache.de, einem Angebot des Deutschen Kinderhilfswerks. Die Inhalte werden vor der Veröffentlichung geprüft.

Eine Anwendung, deren Gebrauch einige Eltern ihren Kindern erlauben, ist WhatsApp. Zwar ist die App erst ab 16 Jahren freigegeben, doch häufig überwiegt für Familien der Vorteil der schnellen und direkten Kommunikation. In Sachen Datenschutz ist die App allerdings kritisch zu sehen. Sicherere Alternativen wie Threema oder Signal haben Vorteile in puncto Datenschutz, gewährleisten jedoch nicht, dass Kinder nicht mit gefährdenden Inhalten und Problemen wie Mobbing konfrontiert werden. Abhilfe schaffen hier spezielle Angebote wie Privalino, Maily, Tocomail, Monster Messenger und VTech Kid Connect. Diese schränken teilweise jedoch in sehr starkem Maß die Privatsphäre der Kinder ein, da eine Überwachung durch die Eltern stattfindet.

Videoportale

Eine der beliebtesten Anwendungen bei jungen Internetnutzenden ist YouTube. Mit YouTube Kids hat der Anbieter mittlerweile ein eigenes Angebot für Kinder eingerichtet. Dieses stellt zwar eine deutliche Verbesserung dar und bietet dank Filtersystemen mehr Sicherheit. Allerdings ist nicht ausgeschlossen, dass Kinder auch bei YouTube Kids auf verstörende Inhalte stoßen. Zudem kann es nicht gekennzeichnete Werbung in Videos geben.

Ein sehr breites und informatives Video-Angebot bietet die App KiKA-Player, durch die Sendungen von KiKA, ZDF und den ARD-Landesrundfunkanstalten gestreamt werden können – es handelt sich also eher um eine Mediathek als um eine Plattform wie YouTube, bei der User eigene Videoinhalte hochladen. Eine ähnlichere Alternative zu YouTube ist  Juki, das Videoportal von Kindersache.de. Hier können Kinder ebenfalls Clips bewerten, kommentieren und selbst hochladen – die Inhalte werden vor der Veröffentlichung aber durch die Redaktion geprüft. Juki ist zudem ein medienpädagogisches Angebot, durch das Kinder beispielsweise die Erstellung von Trickfilmen erlernen und einen kompetenten Umgang mit Medien trainieren können.

Lehrreiche Games

Online-Games stehen bei Kindern hoch im Kurs. Pädagogisch wertvolle und zugleich lustige Spiele mit hohem Spaßfaktor findet man beispielsweise auf den Seiten der Wissens-Show „Wissen macht Ah!“ sowie auf www.lernspass-fuer-kinder.de. Auch KiKA bietet im Bereich Games eine große Auswahl, ebenso www.internauten.de, www.hanisauland.de, www.blinde-kuh.de und www.klick-tipps.net. Die Kinder-Suchmaschine Frag Finn zeigt bei einer Suche nach dem Begriff „Spiele“ zahlreiche Möglichkeiten an. Möchten Kinder trendige Games abseits dieser Seiten spielen, sollten Eltern sich über pädagogische Beurteilungen dieser Spiele informieren. Das ist beispielsweise auf www.internet-abc.de, spielbar.de und den Seiten des Spieleratgebers NRW möglich.