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Umgang mit Verschwörungstheorien

Verschwörungstheorien, die gängige Meinungen oder Berichterstattungen in Frage stellen, sind bereits seit Jahrhunderten im Umlauf und verbreiten sich immer schneller. Dies zeigt sich auch im Zuge der Coronakrise: Gerade durch Social Media wird eine Vielzahl an Verschwörungstheorien verbreitet, die beispielsweise behaupten, die Pandemie sei von langer Hand geplant gewesen oder Bill Gates würde sich daran bereichern. Die Behauptungen machen auch vor Kindern und Jugendlichen nicht Halt. Deshalb ist es wichtig, sie bezüglich der Thematik zu sensibilisieren.

Was sind Verschwörungstheorien?

Durch Verschwörungstheorien werden Vermutungen getätigt, die „allgemeingültige“ Annahmen oder beispielsweise die mediale Berichterstattung in Frage stellen. Dabei schüren Verschwörungstheorien Misstrauen gegenüber bestimmten Gruppen, zum Beispiel der Regierung, Geheimdiensten oder den Medien. Laut dem Psychologen Sebastian Bartoschek muss eine Verschwörungstheorie drei Kriterien erfüllen:

  • Sie bezeichnet eine gemeinschaftliche, auf ein bestimmtes Ziel ausgerichtete Aktion
  • Die Personen, die die Theorie verbreiten, nehmen sie als illegitim oder illegal wahr
  • Sie steht im Gegensatz zur offiziellen Version der Wahrheit

(Quelle: Planet Wissen)

Warum verbreiten sich Verschwörungstheorien?

Die meisten Verschwörungstheorien liefern einfache Erklärungen auf komplizierte Sachverhalten und benennen zudem häufig eine schuldige Person, die für das Geschehen verantwortlich sein soll. Die Behauptungen können gerade in beängstigenden Situationen Erklärungen und Halt liefern. Durch Social Media können Verschwörungstheorien zudem leicht verbreitet werden: Plattformen wie Facebook, YouTube oder Twitter machen es Verschwörungstheoretiker*innen leicht, ihre Ansichten einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Ihre Anhänger*innen können die Theorien nun leicht über Social-Media-Plattformen weiter verbreiten. Wenn Verschwörungstheorien besonders häufig in Sozialen Netzwerken geteilt werden, kann für Außenstehende schnell der Eindruck entstehen, dass es sich dabei um eine ernstzunehmende und seriöse Quelle handelt. Eine weitere Verbreitung wird dadurch noch mehr begünstigt.

Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen

Damit Kinder und Jugendliche Verschwörungstheorien als solche erkennen, ist es wichtig, sie über die Thematik aufzuklären. Ein hilfreicher Artikel, der Verschwörungstheorien für Jugendliche erklärt, findet sich beispielsweise auf Handysektor. Zudem sollten junge Menschen darin bestärkt werden, Informationen zu hinterfragen und eigenständig, oder gemeinsam mit Vertrauenspersonen, zu recherchieren. Hilfreiche Tipps darüber, wie Falschmeldungen als solche zu erkennen sind und wie sie sich überprüfen lassen, gibt beispielsweise dieser webhelm-Beitrag.