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Kommerz im Netz

Geld regiert die Welt – dieser Satz bezieht sich längst nicht nur auf die Offline-Welt. Auch online gibt es zahlreiche Möglichkeiten, um Geld auszugeben. Diese sind nicht nur für Erwachsene interessant, auch Kinder und Jugendliche finden viele Anreize, um ihr Taschengeld los zu werden. Von Online-Shops über In-App-Käufe bis hin zu verlockender Online-Werbung – den kommerziellen Online-Möglichkeiten sind keine Grenzen gesetzt.

Wie funktioniert Kommerz im Netz?

Mittlerweile lässt sich im Internet nahezu alles kaufen, was es auch offline im Angebot gibt. Große Online-Shops lassen kaum Wünsche offen und bieten von Spielzeug über Kleidung bis hin zu Lebensmitteln beinahe alles an. Andere Anbietende sind auf Nischenprodukte ausgelegt. So sind viele Dinge, die in den heimischen Geschäften nicht angeboten werden, schnell online gefunden. Privatpersonen können online allerdings nicht nur konsumieren, sondern auch selbst einige Dinge verkaufen – beispielsweise über Secondhand-Plattformen. Auch Filme und Serien werden längst nicht mehr nur im linearen Fernsehen oder auf DVD geguckt, denn verschiedene Streaming-Dienste bieten eine große Bandbreite an online verfügbaren Filmen.

Online-Werbung

Um auf all die im Internet kursierenden Konsumgüter aufmerksam zu machen, ist Werbung im Netz allgegenwärtig. Diese kann sehr unterschiedlich aufkommen, beispielsweise als offensichtlicher Werbebanner am Rand von Webseiten oder als Trailer vor Youtube-Videos. Auch Influencer*innen bewerben in ihren Beiträgen häufig Produkte, die sie zu diesem Zweck zur Verfügung gestellt bekommen. Auch bezahlte Kooperationen gehören für Influencer*innen zum Alltagsgeschäft.

Kinder als Zielgruppe

Für viele Online-Anbietende sind Kinder und Jugendliche eine ernstzunehmende Zielgruppe, denn sie gelten nicht nur als leicht zu beeinflussen, sondern haben auch Einfluss auf das Konsumverhalten ihrer Eltern. Zudem ist Werbung für Kinder nicht immer klar als solche zu erkennen – vor allem wenn es sich dabei um den Inhalt von Webvideos handelt. Die bezahlte Produktempfehlung von Influencer*innen kann ihnen also wie eine private Empfehlung erscheinen. Ein kritischer und reflektierter Blick darauf fällt Kindern häufig noch schwer.

Hinweise für Fachkräfte und Eltern

Online-Käufe können schnell getätigt werden und sind gerade für kleinere Kinder nicht immer zu erkennen. Für sie ist schwer vorstellbar, dass mit ein paar Klicks in einer App oder einer Webseite echtes Geld fließen kann. Ähnlich verhält es sich mit Sprachassistenten wie Alexa, mit deren Hilfe Online-Käufe schnell getätigt sind. Damit Kinder und Jugendliche nicht in teure Kostenfallen tappen, ist es wichtig, sie im Umgang mit Online-Medien zu begleiten und die verschiedenen Modelle genau zu erklären. Auch die verschiedenen Werbemodelle sollten gemeinsam untersucht werden. So lernen Kinder, sich auch im Umgang mit kommerziellen Modellen kompetent zu verhalten und eine böse Überraschung beim Blick auf Konto bleibt aus.