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Kampagnenplakate

Ein aussagekräftiges Bild und ein knackiger Slogan – das sind die zwei Zutaten für ein Kampagnenplakat, mit dem die Teilnehmer_innen ihre Message zu einem medienbezogenen Thema bewerben.

Dauer: Drei halbe Tage
Gruppengröße: 3-5 Teilnehmer_innen pro Kleingruppe
Altersempfehlung: Ab 12 Jahre
Komplexität: Mittel. Das Fotografieren ist gut zu bewältigen, die anschließende Bildbearbeitung erfordert etwas technisches Know How.

Technik und Material

  • Digitale Spiegelreflexkamera oder Systemkamera
  • Laptop mit Bildbearbeitungsprogramm, z.B. Paint.net oder Photoshop
  • Evtl. Beamer
  • Flipchart, Edding, Papier

Beschreibung der Methode

Nach einer thematischen Einführung inklusive inhaltlicher Diskussion zu einem Medienthema folgt der Einstieg in das Thema Kampagnenplakate. Hier bietet es sich an, Beispiele wie Produkt-, Wahl-, Gesundheits- oder Wertekampagnen zu zeigen. Anhand der Beispiele analysieren die Teilnehmer_innen, was eine Kampagne ist und wie sie funktioniert. Danach wird in der Gruppe gesammelt, welche Bausteine für das Kampagnenprodukt gebraucht werden:

  • aussagekräftiges Bild mit Motiv und Hintergrund
  • kurzer, knackiger Slogan
  • Logos

Anschließend entwickeln die Teilnehmer_innen in Kleingruppen ihre eigenen Kampagnenplakate. Dazu füllen sie ein Raster aus, das nach folgenden Eckpunkten fragt:

  • Was ist eure Aussage?
  • Was ist das Ziel des Plakats?
  • Welche Emotion soll beim Betrachter ausgelöst werden?
  • Wer ist eure Zielgruppe?

Danach geht es an die Produktion des Slogans. Hier bietet es sich an, zum Aufwärmen in der Großgruppe bekannte Slogans aus der Werbung in Erinnerung zu rufen. Dabei filtern die Teilnehmer_innen wirkungsvolle Stilmittel wie Alliterationen, Fragen, Provokationen, Witz oder Reime heraus. Ein guter Slogan sollte möglichst kurz, leicht verständlich und gut zu merken sein. Er geht ins Ohr und bleibt im Kopf!

Passend zum Slogan überlegen sich die Teilnehmer_innen im nächsten Schritt ein Bild, das die Aussage des Slogans unterstreicht. Dabei ist alles erlaubt, es können Menschen, Gegenstände aber auch ein abstraktes Motiv fotografiert werden. Mit dem Smartphone basteln die Teilnehmer_innen einen ersten Entwurf, präsentieren ihn in der Großgruppe und diskutieren ihn.

Nun werden die Fotos geschossen. Neben den klassischen Bildgestaltungsregeln sollte auf folgende Aspekte geachtet werden:

  • hohe Auflösung
  • genügend Platz für den Slogan
  • keine oder nur kaum weitere Bildbearbeitung nötig

Nachdem vom selben Motiv mehrere Aufnahmen gemacht wurden, wählt die Gruppe eines aus und fügt per Bildbearbeitungsprogramm den Slogan ein. Farbe, Größe und Schriftart des Slogans sollten gut lesbar sein und sich stimmig zum Bild verhalten. Als letzten Schritt werden noch die Logos der Einrichtung und eventueller Förderer platziert, z.B. in einer weiß hinterlegten Fußzeile.

Nachdem das Plakat in einem Copy Shop oder einer Druckerei gedruckt wurde kann es im öffentlichen Rahmen präsentiert werden, beispielsweise bei einem Sommerfest oder einer eigens veranstalteten Vernissage, zu der auch die lokale Presse eingeladen ist. Danach ist es Aufgabe der Gruppe, das Plakat on- und offline in Umlauf zu bringen und es an so vielen sinnvollen Stellen wie möglich aufzuhängen, zu posten und zu teilen.
Weitere Infos und Projektbeispiele sind auf www.kajuto.de zu finden.

Variante: niedrigschwelliger ist die Methode „Smartphone-Postkarte“. Statt mit Kamera und Bildbearbeitungsprogramm schießen die Teilnehmer_innen mit ihren Smartphones Fotos ,die sie mit einer App, z.B. PicsArt mit einem Slogan versehen. Die Postkarte kann auf einem mobilen Fotodrucker sofort ausgedruckt und präsentiert oder mit nach Hause genommen werden.

Stärken der Methode

Kampagnenprojekte fördern die Partizipation von Kindern und Jugendlichen und verschaffen ihnen Gehör zu Themen, die ihnen wichtig sind. Gleichzeitig wird Hintergrundwissen zum Thema Werbung und Kampagnen vermittelt sowie im Praxisteil bildsprachlicher Ausdruck erprobt.

Tipps

Bei der Konzeption des Plakats sollte großen Wert auf Verständlichkeit gelegt werden. Es bietet sich an, den Entwurf einem oder mehreren Unbeteiligten zu zeigen und zu überprüfen, ob der Slogan und das Bild deutlich genug sind, um die Aussage zu transportieren.