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Rot, Gelb oder Grün – Welche Karte zeigst du? Bei dieser Methode werden die Teilnehmenden zu Schiedsrichter*innen! Anhand von Bildbeispielen bewerten sie, in welchen Fällen das Recht am eigenen Bild geschützt werden muss und wann Fotos veröffentlicht oder verschickt werden dürfen. Auf spielerische Art und Weise wird so ein Bezug zwischen Bildrechten in der Theorie und deren praktischer Anwendung hergestellt.

 

Dauer ca. 15 Minuten
Gruppengröße bis zu 30 Teilnehmende
Komplexität einfach
Altersempfehlung ab 9 Jahren

Material

  • Rote, gelbe, grüne Karte je Teilnehmer*in
  • Präsentation mit Fotos und Aufgabenstellung

Beschreibung der Methode

Für diese kurze, interaktive Vertiefungseinheit zum Thema Recht am eigenen Bild sind lediglich kleine Vorbereitungen notwendig. Um die Bewertung der Fallbeispiele vornehmen zu können, benötigt jede*r Teilnehmer*in je eine grüne, gelbe und rote Karte. Diese können einfach aus farbigem, etwas festerem Papier zugeschnitten werden. Die Bewertung der Fallbeispiele erfolgt nach einem Ampelprinzip. Dabei symbolisiert die grüne Karte ein klares „Go!“ – ein Bild darf also auch ohne explizites Einverständnis der abgebildeten Personen gepostet werden. Die gelbe Karte steht hingegen für weniger klare Fälle, bei denen eine genauere Abwägung notwendig ist und das Bild im Zweifel nur mit Einverständnis der abgebildeten Person gepostet oder verschickt werden dürfte. Zuletzt drückt eine Bewertung mit der roten Karte ein klares „Nein“ aus. Das Foto darf nicht veröffentlicht werden. Für die Durchführung der Methode wird außerdem die unter „Material“ verlinkte Präsentation benötigt. Diese enthält sowohl die verschiedenen Beispielbilder als auch eine Erklärung des Spiels. Der Ablauf ist simpel: Die Fachkraft zeigt die Fallbeispiele, die immer mit einer kurzen Beschreibung versehen sind. Nach einer kurzen Bedenkzeit erhalten die Teilnehmer*innen ein Signal (z.B. ein Pfiff aus einer Trillerpfeife) und heben die von ihnen für richtig befundene Karte sichtbar nach oben. Die Fachkraft kann das sich dadurch ergebende Stimmungsbild nutzen, um Nachfragen zu stellen. Interessant wäre beispielsweise die Frage, wie die Kinder und Jugendlichen ihre Bewertung begründen oder ob ihnen die Entscheidung für eine Karte schwerfiel. Für die Einarbeitung in das Thema Recht am eigenen Bild und dessen Anwendung in unterschiedlichen Fällen eignet sich die Expertise der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM).

Stärken der Methode

Der (WM-)Bildercheck bietet eine schöne Möglichkeit Einheiten zum Thema Recht am eigenen Bild spielerisch abzurunden und Gelerntes zu vertiefen. Als interaktives Spiel stellt die Methode wertvolle Bezüge zwischen Theorie und Praxis her und hilft den Teilnehmenden die rechtlichen Grundlagen sowie Abstufungen zu verinnerlichen. Zudem werden die Wertevorstellungen der Kinder und Jugendlichen gestärkt, da sie erlernen, wann und weshalb das Recht am eigenen Bild schützenswert ist und geachtet werden sollte. Zuletzt bietet die Methode pädagogischen Fachkräften stets Anknüpfungspunkte für einen intensiveren Austausch mit den Teilnehmenden, um Beweggründe zu verstehen und auf eventuelle Unsicherheiten einzugehen.