Zum Hauptinhalt springen

WhatsApp

WhatsApp ist mit rund 1,3 Mrd. aktiven Nutzenden der meist verwendete Messenger-Dienst der Welt. Besonders beliebt ist der Messenger bei Jugendlichen. FĂŒr rund 90% der deutschen 12- bis 19-JĂ€hrigen ist er die wichtigste App auf dem Smartphone (JIM-Studie 2017). Und auch fĂŒr Kinder spielt der Messenger eine immer grĂ¶ĂŸer werdende Rolle. SpĂ€testens ab der 5. Klasse haben viele Kinder ein eigenes Smartphone, so dass auch WhatsApp zum Thema wird.
Der im Jahr 2009 gegrĂŒndete Messenger-Dienst ermöglicht ein einfaches Versenden von Nachrichten, Bildern, Videos, Sprachnachrichten, Kontakten, Dateien und Standorten sowie das Telefonieren und die Funktion des Story-Updates. Des Weiteren kann der Messenger zur Individual- und Gruppenkommunikation genutzt werden.
Die Registrierung in der kostenlosen App erfolgt durch die eigene Mobilfunknummer, wobei hier kein weiterer Nutzername und keine PIN benötigt werden. Um daraufhin mit anderen Personen schreiben zu können, muss man WhatsApp den Zugriff auf seine Kontakte gewÀhren .
Der Messenger-Dienst schreibt fĂŒr die Nutzung ein Mindestalter von 16 Jahren vor. JĂŒngere Nutzer*innen benötigen die Zustimmung ihrer Eltern. Das Alter wird allerdings auf keine Weise ĂŒberprĂŒft. Die Einhaltung des Jugendschutzes ist somit fraglich.

Datenschutz auf WhatsApp: Was weiß der Messenger ĂŒber mich?

Der Nachrichten-Dienst muss sich immer wieder mit starker Kritik an seinen Datenschutz- und Sicherheitsstandards auseinandersetzten.
Dieser hatte beispielsweise bis Mai 2012 keine VerschlĂŒsselung des gesamten Datenverkehrs. Anfang 2016 wurde dieser Sicherheitsmangel mit einer (sicheren) Ende-zu-Ende-VerschlĂŒsselung behoben. Es ist dafĂŒr allerdings die aktuelle Version erforderlich.
Seit dem Aufkauf von WhatsApp durch Facebook im Februar 2014, bestehen hinsichtlich des Datenschutzes weitere Schwierigkeiten. WhatsApp teilt Informationen wie Nutzungszeiten, Telefonnummern oder Kontakte mit Facebook. Der Social Media Anbieter wiederrum kann diese Daten fĂŒr eine spĂ€tere personalisierte Werbung nutzen.
Des Weiteren kann WhatsApp beispielsweise auf das vollstÀndige Telefonbuch, Kamera, Mikrofon, SMS-Nachrichten, Bilder und den Standort zugreifen. Es besteht allerdings die Möglichkeit diese Zugriffrechte selbst unter den Einstellungen des eigenen Smartphones einzuschrÀnken.

Konflikte auf WhatsApp: Wenn das Chatten zur Belastung wird

Der Austausch untereinander ist jedoch nicht immer nur positiver Art. MobbingfĂ€lle auf WhatsApp, vor allem hĂ€ufig in Gruppen-Chats, sind keine Seltenheit mehr. Auch die unberechtigte Weitergabe von persönlich sensiblen Inhalten, wie Bilder, kann zu Konflikten fĂŒhren.
Aber nicht nur die starken persönlich angreifenden Konflikte können zur Belastung werden, auch der soziale Druck, den die App auslöst, fĂŒhrt möglicherweise zu Stress. Zum Beispiel der Zeitstempel „zuletzt online“ oder die HĂ€kchen der LesebestĂ€tigung, können Druck auslösen, immer sofort antworten zu mĂŒssen. Auch die stĂ€ndige „Pflicht“ online zu sein, um beispielsweise wichtige Informationen im Klassen-Chat nicht zu verpassen, kann sich negativ auf das Stresslevel der Nutzenden ausĂŒben. Der Zeitstempel und die LesebestĂ€tigung können jedoch in der App ausgeschaltet werden.
Immer hĂ€ufiger kommt es auch durch Kettenbriefe auf WhatsApp zu Konflikten. Durch die einfache Art des Teilens, verbreiten sich diese Nachrichten sehr schnell. Die Kette darf dabei nicht abgebrochen werden, sonst drohen scheinbar große UnglĂŒcksfĂ€lle. Es gibt dabei viele verschiedene Arten von Kettenbriefen von Clickbaiting, Sozialbarometer oder Sprachnachrichten bis hin zu Warnungen vor Gefahren oder Horrorkettenbriefe.