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Methode in interkulturellen Gruppen zum Thema Freundschaft

Bild von Cheryl Holt auf Pixabay

Die Teilnehmer*innen werden spielerisch an das Thema Freundschaft herangeführt und tauschen sich darüber aus, was Freundschaft für sie bedeutet.

Dauer: 30 Minuten
Gruppengröße: beliebig
Altersempfehlung: beliebig
Komplexität: mittel

Technik und Material

  • Beamer und Laptop
  • Tablet/Smartphone mit Plickers App
  • WLAN
  • Plickers Karten (evtl. laminiert), pro Teilnehmer*in eine
  • Vorbereitetes Plakat mit dem Wort „Freundschaft“ in der Mitte (alternativ: große Weltkarte)
  • Ausgedruckte Logos von WhatsApp, Skype und leere Quadrate
  • Eddings
  • Moderationskarten

Beschreibung

Nacheinander sagen die Teilnehmer*innen das Wort „Freundschaft“ in ihrer Muttersprache und erklären den anderen, woher sie kommen und welche ihre Muttersprache ist. Anschließend schreiben sie das Wort „Freundschaft“ in ihrer Muttersprache auf eine Moderationskarte und kleben diese auf das vorbereitete Plakat mit dem Wort „Freundschaft“ in der Mitte. Alternativ zum Plakat kann man auch eine große Weltkarte anfertigen, auf der die Schüler*innen ihr Heimatland finden und an dieser Stelle ihre Moderationskarte anpinnen sollen.

Im Anschluss wird darüber gesprochen, wo die/der beste Freund*in lebt. Falls das ist im Ausland ist, werden die Teilnehmer*innen gefragt, wie sie Kontakt halten. Sie können hierfür zum Beispiel die Logos von Skype oder WhatsApp wählen und an das Plakat/die Karte pinnen. Falls sie eine andere Anwendung nutzen, können sie ein leeres Quadrat zur Hand nehmen und den Namen der App darauf schreiben.

Im zweiten Teil der Übung wird eine Umfrage mit Plickers zum Thema Freundschaft durchgeführt. Vor Projektstart muss hierfür ein Account bei Plickers angelegt und eine Umfrage vorbereitet werden, zum Beispiel mit folgenden Fragen:

„Denkt bei den Fragen an eure/n beste/n Freund*in:
• Wie muss ein/e gut/e Freund*in sein?
a) Vertrauensvoll b) lustig c) muss die gleichen Interessen haben d) mag mich so wie ich bin
• Was macht eine Freundschaft kaputt?
a) Lügen b) Streit c) keine Zeit zusammen haben d) Neid
• Wo findet ihr Freund*innen?
a) In der Schule b) in der Freizeit (zum Beispiel im Sportverein) c) im Internet d) Nachbarn“

Zum Start der Umfrage werden zunächst die laminierten Plickers-Karten ausgeteilt, alle Teilnehmer*innen erhalten eine als Abstimmungskarte. Die pädagogische Fachkraft loggt sich am Laptop in ihren Plickers Account ein und startet die Umfrage, die per Beamer an die Leinwand projiziert wird. Nun halten die Schüler*innen ihre Plickers-Karten so hoch, dass die für sie zutreffende Antwortmöglichkeit (zum Beispiel a)) nach oben zeigt. Die Fachkraft loggt sich auf dem Tablet/Smartphone ein und scannt damit die Karten der Teilnehmer*innen ein. Ihre Antworten werden nun an der Leinwand sichtbar und die Ergebnisse diskutiert.

Es gibt hierbei natürlich keine richtigen oder falschen Antworten. Stattdessen sollen die Teilnehmer*innen mithilfe der Fragen in eine Diskussion über das Thema Freundschaft kommen und darüber sprechen, was Freundschaft für sie bedeutet. Daher kann die Übung alternativ auch über ein anderes Medium als Plickers durchgeführt werden, zum Beispiel als Positionierungsspiel, bei dem jede Ecke für eine Antwortmöglichkeit steht.

Ist die Umfrage bzw. das Spiel abgeschlossen, kann die pädagogische Fachkraft die wichtigsten Resultate bzw. Meinungen noch einmal knapp zusammenfassen und so die Übung kurz reflektieren.

Stärken der Methode

Die Methode bietet sich sehr gut an, um einen Einstieg in das Thema Freundschaft zu finden und verschiedene Meinungen aufzuzeigen, was Freundschaft eigentlich bedeutet. Die Teilnehmer*innen lernen, sich zu positionieren und ihren Standpunkt zu begründen. Darüber hinaus wird der bereichernde Einfluss verschiedener Kulturen gerade im ersten Teil der Übung deutlich, bei der alle etwas einbringen, und es werden Denkanstöße gesetzt, wie Freundschaft auch über Landesgrenzen und Sprachen hinweg möglich ist.

Tipps

Gerade in Übergangsklassen beziehungsweise Gruppen mit Teilnehmer*innen vieler verschiedener Nationalitäten oder Wurzeln funktioniert der erste Teil der Übung besonders gut.