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Methode: „How to be an Influencer“

Methode: „How to be an Influencer“

Mithilfe eines Video-Projekts wird den Teilnehmenden das Geschäftsmodell von Influencer*innen spielerisch näher gebracht.

Dauer: ca. 60 Minuten
Gruppengröße: Kleingruppen à 3-4 Teilnehmende
Altersempfehlung: ab 9 Jahren
Komplexität: mittel

Technik und Material:

  • Tablets oder Kameras
  • Videoschnittprogramme (bspw. iMovie)
  • Stative (optional)
  • Kreative Produkte, die die Teilnehmenden bewerben können

Beschreibung

Nachdem sich die Teilnehmenden im Plenum über Influencer*innen und deren Möglichkeiten, Geld zu verdienen, ausgetauscht haben, teilen sie sich in Kleingruppen auf. Nun schlüpfen sie selbst in die Rolle einer Influencerin/eines Influencers. Gemeinsam überlegen sie sich, welches Produkt sie in Videoform bewerben möchten und wie sie dabei am besten vorgehen. Dabei entscheiden die Teilnehmenden auch, wer den oder die Influencer*in mimen wird, wer das Filmen übernehmen wird und wer für Schnitt und Effekte zuständig ist. Nach der Konzeptionsphase beginnen die Teilnehmenden damit, ihre Pläne in Videoform umzusetzen. Je nachdem, wie viel Zeit zur Verfügung steht, können sie zweierlei Werbeformen ausprobieren: In einem Video werben sie offensichtlich für das Produkt ihrer Wahl, in einem zweiten Video versuchen sie, das Produkt möglichst unterschwellig in das Video einzubinden und dennoch positiv zu bewerben. Im Anschluss werden die Videos mit einem leicht zu bedienenden Schnittprogramm bearbeitet und abschließend dem Plenum präsentiert.

Stärken der Methode

Die Methode hilft dabei, die Werbekompetenz von Kindern und Jugendlichen zu fördern und Influencer*innen auch kritisch zu begegnen. Werbung kann so schneller als solche erkannt werden. Gleichzeitig lernen die Teilnehmenden auch, dass hinter dem Berufsbild von Influencer*innen mitunter mehr Arbeit stecken kann, als auf den ersten Blick ersichtlich ist.

Tipps

Die Faszination, die Influencer*innen auf viele Kinder und Jugendliche ausüben, ist für Erwachsene nicht immer nachvollziehbar. Dass Kinder und Jugendliche nach Orientierung suchen, welche sie mitunter bei Influencer*innen finden, ist allerdings völlig normal. Für pädagogische Fachkräfte ist es deshalb umso wichtiger, Verständnis für die Faszination aufzubringen und einen kritischen Umgang mit Influencer*innen behutsam zu fördern.

 

Einen ähnlichen methodischen Ansatz verfolgt Julian Lochowicz in seiner Abschlussarbeit. Nachzulesen in: „Werbekompetenzförderung Jugendlicher hinsichtlich des Influencer-Marketings“ in: merz. medien + erziehung Nr. 4/2019.