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Das Kabinett der K.I.

Image by Erik Stein from Pixabay

Bei dieser Übung werden die Teilnehmer_innen spielerisch mit den Themen „Altersfreigabe, eigenes Smartphone und Nutzungszeiten“ konfrontiert.

Dauer: ca. 15-20 Minuten
Gruppengröße: bis ca. 30 Teilnehmer_innen
Altersempfehlung: ab sechs Jahren
Komplexität: mittel

Technik und Material:

  • Beamer und Laptop
  • Gesetzentwürfe
  • verschiedenfarbige Handkarten (vorzugsweise in rot, grün und gelb)

Beschreibung der Methode

Zur Einführung wird den Kindern eine kleine Geschichte erzählt: Sie sollen sich vorstellen, in der Regierung würden keine Menschen mehr sitzen, sondern künstliche Intelligenzen, also Roboter. Diese erlassen eine Menge an Gesetzen, die das Smartphone betreffen. Gegebenenfalls unklare Wörter wie „künstliche Intelligenz“ werden erläutert. Dann erhalten die Teilnehmer_innen drei verschiedenfarbige Handkarten, vorzugsweise in rot, gelb und grün. Anschließend werden den Teilnehmenden fiktive Gesetzentwürfe vorgestellt:

  • Alle Kinder bekommen ein eigenes Smartphone
  • Alle Kinder dürfen sich selbst aussuchen, welche Spiele, sozialen Netzwerke und Apps sie nutzen wollen-egal, wie alt sie sind
  • Alle Kinder dürfen selbst entscheiden, wie viele Stunden am Tag sie das Smartphone benutzen
  • Die Eltern dürfen das Smartphone auch beim Essen benutzen, die Kinder nicht
  • Es gibt einen Handyfreien Tag in der Familie, an dem alle etwas ohne das Smartphone unternehmen

Die Schüler_innen sollen sich überlegen, ob sie dieses Gesetz befürworten, das Gesetz ablehnen oder unschlüssig sind. Je nachdem, welche Meinung die Teilnehmenden vertreten, halten sie die grüne, gelbe oder rote Karte nach oben, wobei die Bedeutung der Karten vorab erläutert wird (rot bedeutet Ablehnung, grün Zustimmung und gelb entschlussunfähig).

Die Gruppenleitung macht sich zunächst ein Bild über die vorherrschende Meinung. Zu jedem Gesetz werden einige Teilnehmer_innen ausgewählt und zu ihrem Standpunkt befragt. Die Schüler_innen werden aufgefordert, ihre Wahl der Karte zu begründen, was als Diskussionsgrundlage im Plenum genutzt werden kann. Die Gruppenleitung achtet darauf, verschiedene Ansichten zu Wort kommen zu lassen, um ein möglichst diverses Meinungsbild zu bekommen.

Stärken der Methode

Durch die „Kabinett der K.I.-Übung“ werden die Kinder und Jugendlichen spielerisch an die Themen Medien-Nutzungszeiten, Altersfreigaben und eigenes Smartphone herangeführt. Die Teilnehmenden lernen, sich eine eigene Meinung zu verschiedenen Themen zu bilden und kritisch zu hinterfragen, warum bestimmte Regelungen existieren und wieso diese eingehalten werden sollten. Diese Einheit soll zum Überdenken und Hinterfragen der eigenen Mediennutzung anregen. Außerdem lernen die Schüler_innen somit, zu ihrer eigenen Meinung zu stehen und auch den Standpunkt der anderen zu akzeptieren.

Tipps:

Die Methode kann zu jedem Thema angewendet werden. Je nachdem, welches Thema vertieft werden soll, können die Gesetzentwürfe vorab unterschiedlich bestimmt werden.