3. Video-Werbespot für / gegen …

darum geht’s
Bildsprachliche Erarbeitung und Darstellung einer Message zum Thema Konflikte im Netz.
Thematische Erarbeitung mit verschiedenen Methoden zum einen des Themas Werbung (Auseinandersetzung und Analyse von Werbung) zum anderen des Themas Konflikte | Bestimmen von Anliegen (was soll erreicht werden) Zielgruppe (wer soll erreicht werden) mit welcher Message soll die Zielgruppe erreicht werden. Bildsprachliche Umsetzung der Message in Form eines Videoclips

rahmenbedingungen
3 halbe Tage / Zielgruppenunabhängig
eingesetztes material / eingesetzte medien
1x Videokamera (Canon XA10), Laptops, Kameras, Flipchart, Eddings, Papier

beschreibung der methode
Kurzer Input Werbung / Kampagne:
• Was ist Werbung? Was macht gute Werbung aus?
Beispiele (Werbespots) zeigen und analysieren
• Bildsprache / Reduktion / Aufmerksamkeit / Irritation …
• Einführung in Perspektiven & Bildgestaltung
evtl. kurze Filmaufgabe mit Handycam (Probeaufnahmen)

Annährung an Thema (Konflikt):
• Einführung & Ansatz an den Lebenswelten:
Stöbern im eigenen Facebook & What’s App Verlauf
Moderationskarten mit Konfliktbeispielen füllen lassen
• Diskussion:
Vorstellen und Diskutieren der Konfliktbeispiele der Jugendlichen in der Gruppe (evtl. Hilfestellung      zur Diskussion: mögliche Konfliktbeispiele & Fragestellungen)
• Evtl. kurze Videoübung Symbolische Darstellung (ohne Personen):
Inszenierte Fotografie / Szenen stellen, Objekte positionieren …
• Praktische Aufgabe:
‘was nervt Euch‘ / ‚was muss unbedingt anders laufen‘ in facebook / auf What‘s App … (Blick auf  Verhalten anderer im Konflikt / Problemstellung auf die in Kampagne später aufmerksam gemacht werden soll). Blätter, Edding ‚Was nervt Euch‘ aufschreiben und Zettel fotografisch inszenieren. (Ziel: Inhalte finden im Vordergund )
• Zusammentragen der Fotos
Vorstellen und Diskutieren und einigen auf ein ‚Werbeobjekt‘ für welches eine Message entwickelt werden soll.

Werbekampagne
• Raster ausfüllen: Werbeobjekt, Ziel, Zielgruppe (Message später)
• Schlagworte finden:
Worte finden die irgendwie (auch sehr abstrakt) mit dem Werbeobjekt in Verbindung stehen.
Bildsprache und Visualität, Symbolhaftigkeit einbeziehen (z.B. Faust, Explosion, Herz ….)
Schlagworte in wordle.net eintragen und ausdrucken
• Bilder finden: in Kleingruppen pro Schlagwort 1-2 Bilder googeln und abspeichern.
• Bilder analysieren: gemeinsam anschauen und kurze Bildbesprechung / Bildanalyse.
• Raster: Entwickeln einer Message // Slogan und erster visueller Entwurf
zu was wollt ihr die Leute bewegen, die Euer Plakat sehen

filmische Umsetzung:
• Filmidee entwickeln und kurzes Drehbuch schreiben
• Filmische Umsetzung
• Filmische Umsetzung und Schnitt

Veröffentlichung des Produkts
• Präsentation der Ergebnisse mit der ganzen Klasse
(Feedbackbögen von Jugendlichen)
• facebook, what’s app, Flickr, Instagramm …

was bringt die methode
Intensive Auseinandersetzung mit verschiedenen Beteiligten im Konfliktfall (Zielgruppe wer soll erreicht werden) Auseinandersetzung mit Lösungswegen (mit welcher Message erreicht man die Zielgruppe – welche Message trägt zur Lösung bei) Bildsprachliche Auseinandersetzung und Ausdruck

worauf muss man achten
Evtl.- Vertrauensbasis aufbauen vor bevor intensive Diskussion möglich / evtl. Mädchen Jungs Gruppen (getrennt) … komplexes Thema herunterbrechen (z.B. Zuspitzung der Message über Vorübung ‚was nervt im Netz‘)& einfach Methoden – einfache Aufgabenstellungen die in Kleinstgruppen eigenständig bearbeitet werden können. Techniken reduzieren auf gute Fotos / gute Foto-Ideen die nicht mehr großartig bearbeitet werden müssen.

variation
Dieses Konzept kann auch für Werbeplakate genutzt werden. Dabei braucht man digitale Fotokameras und Bildbearbeitungstools. Der Ansatz bleibt der gleiche.

 

Beispielprojekt(e):

pro & contra: Plakat- & Webvideo-Kampagne der Otto-Seeling-Schule

pro & contra: Webvideo-Kampagne der Mittelschule Burgthann

Download: Methode „Video-Werbespot“