9. Audioproduktionen

darum geht’s
Verschieden Audioproduktionen werden von den Jugendlichen selbst produziert und im Netz präsentiert. In der zweiten Projektphase werden die Aussagen/ O-Töne in den Audiofiles von den Macher/innen selbst kommentiert und damit verstärkt und die Jugendlichen müssen sich mit ihrem Produkt nochmal auseinandersetzen und online identifizieren. Botschaften werden durch die Kommentierung verstärkt oder relativiert. Dadurch wird das aktive Zuhören gefördert und eine Auseinandersetzung mit den gehörten Inhalten angeregt.

rahmenbedingungen
• Teilnehmer ab 10 Jahren
• Je nach Guppengröße, Kleingruppen mit bis zu 5 Personen bilden
• Einzuplanen sind 2 Vormittage

eingesetztes material / eingesetzte medien
Jeder Gruppe hatte ein Aufnahmegerät und einen Schnittlaptop zur Verfügung. Für die Inputphase, zum Erklären der Audioschnitttechnik und für den Upload, die Präsentation über Soundcloud und das gemeinsame Kommentieren in der Auswertungsphase stand ein interaktives Whiteboard zur Verfügung.

beschreibung der methode
Die Teamer moderieten den inhaltlichen Einstieg in die Thematik und zeigten Informationsmöglichkeiten im Netz auf und versuchten anhand von zahlreichen Beispielen und Websiten das Thema so anschaulich wie möglich zu behandeln. Nachdem das Medium Audio nicht das „Alltagsmedium“ von Jugendlichen ist wurden verschiedene Hörbeispiele eingesetzt um den Jugendlichen eine Orientierung zu geben. Anschließend wurden die Gruppen eingeteilt und jede Gruppe erarbeitete eine journalistische Form und die inhaltliche Aussagen die die Schüler/innen treffen wollten. Die Erklärung der Audioschnitttechnik und der Upload, die Präsentation über Soundcloud und das gemeinsame Kommentieren erfolgte gemeinsam in der Großgruppe mittels Whiteboard. Alle Ergebnisse wurden in der Abschlussphase gegenseitig präsentiert. In der Großgruppe wurden Meinungen dazu erfragt und entsprechend online kommentiert.

was bringt die methode
Die Methode hat sich bewährt, da sie über die aktive Radioarbeit hinausgeht. Durch das Kommentieren ihrer Aussagen setzen sich die Jugendlichen nochmal mit dem jeweiligen Thema auseinander. Vor allem für Jugendliche ist die Faszination und Anziehungskraft der neuen Medien besonders groß und reizvoll. Ihre vielfältigen Möglichkeiten – aber auch Risiken – erfordern Medienkompetenz, aber das wollen Jugendliche erst mal nicht als Thema bearbeiten. Das Projekt machte die Auseinandersetzung zum Gegenstand des Unterrichts. Konkret wurden die Schüler/innen ermutigt, ihre persönlichen medialen Erfahrungen und Handlungen zu reflektieren und anschließend unter Anleitung praktisch in Audioproduktionen umzusetzen. Audioarbeit bietet hier die Möglichkeit in kurzer Zeit sendefähige Ergebnisse zu erzielen um mit diesen weiter arbeiten zu können. Das Medium war hier deshalb zugleich Mittel und Zweck des Projektes. Darüber hinaus lernten die Jugendlichen ihre Medienprodukte online zu verarbeiten, zu verwalten und zu platzieren.

worauf muss man achten
Um die Daten gleich im Internet zu veröffentlichen und kommentieren zu können muss eine entsprechend schnelle Internetverbindung vorhanden sein. Der entsprechende Dienst, Soundcloud darf außerdem nicht (z.B. vom Schulnetz) geblockt werden. Um die Audiofiles kommentieren zu können, ist eine Anmeldung erforderlich.

 

Beispielprojekt(e):

ReNa Funk – Audioprodukte zum Aufhorchen

Download: Methode „Audioproduktion“