Was ist eine Bloßstellung in sozialen Netzwerkdiensten und weshalb ist sie besonders problematisch?

Erniedrigt man andere z. B. durch aggressive Worte, dann ist das eine Bloßstellung. Um andere bloßzustellen, wenden sich Jugendliche ganz gezielt an die Öffentlichkeit. Bloßstellungen erzielen ihre Wirkung dadurch, dass andere Personen von den Gerüchten mitbekommen, sie weiterverbreiten und es deshalb für die betroffene Person unangenehm und peinlich wird. In Online-Communitys kann diese Öffentlichkeit zudem sehr schnell sehr groß werden.

Scheinbar harmlose Kommentare werden bei einer Bloßstellung gegen eine Person oder eine Gruppe gerichtet, ohne sich auf ein Gespräch einzulassen.

 

Warum ist Ausgrenzung in Sozialen Netzwerkdiensten besonders schwierig einzuordnen?

Ausgrenzung kann verschiedene Formen annehmen. Der Missbrauch der Meldefunktion, sogenannte „Hassgruppen“ oder auch das Ignorieren der Person können Formen sein, wie in Sozialen Netzwerkdiensten andere ausgegrenzt werden. Ausgrenzung ist deshalb auch besonders bedrückend, da immer mehrere Personen mitmachen. Die ausgegrenzte Person ist dann allein.

Schwierig einzuordnen ist daran, dass zum Beispiel die Mitglieder einer Hassgruppe vielleicht gegen ihren Willen und ohne es zu wissen der Gruppe hinzugefügt wurden. So kann man an einer Ausgrenzung beteiligt werden, ohne das selbst auch zu wollen.

Wenn man sich in Sozialen Netzwerkdiensten ausgegrenzt fühlt, sollte man sich deshalb anderen anvertrauen, um zu überprüfen, ob die Ausgrenzung absichtsvoll ist.