Wie viele Jugendliche sind bereits Opfer von Cyber-Mobbing geworden?

Cybe-rmobbing tötetDazu ist es schwer, verlässliche Zahlen zu bekommen. Verschie­dene Studien warten hier mit unterschiedlichen Zahlen auf, fragen aber auch nach unterschiedlichen Dingen. In der Studie „Gewalt im Web 2.0“ (1) wurde herausgefunden, dass rund jede/-r Dritte/-r (34 Prozent) im Alter zwischen 12 und 19 Jahren zumindest schon einmal unangenehme Erfahrungen im Internet per E-Mail, Instant Messaging oder in Chatrooms gemacht hat. Nach der JIM-Studie 2012 wurde von 15 Prozent der befragten Jugendlichen zwischen 12 und 19 Jahren schon einmal „im Internet Falsches oder Boshaftes über ihre Person verbreitet“ (mpfs, 2012, S. 38). Das ist noch nicht unbedingt ein Fall von Cyber-Mobbing. Aber dennoch können schon diese Erfahrungen für Jugendliche problematisch sein und sie sind definitiv als Konflikte zu verstehen. Denn eine Person macht etwas, was eine andere Person nicht will. Und das macht einen Konflikt aus, auch wenn man sich nicht in jedem Fall offen streitet.

(1): Grimm/Rhein/Clausen-Muradian (2009)

(2): JIM-STUDIE 2012

 

Sind manche  Jugendliche stärker  gefährdet, Opfer von Cyber-Mobbing  zu sein?

In manchen Studien wird dargestellt, dass bei Jugendlichen mit niedrigerer Bildung Erfahrungen mit Cyber-Mobbing öfter vorkommen, und Jungen berichten häufiger davon als Mädchen. Allerdings berichten Mädchen demzufolge deutlich häufiger als Jungen, dass sie es schon einmal beobachtet haben, dass das Internet dazu eingesetzt wurde, um gezielt jemanden fertig zu machen.
Grundsätzlich kann aber jede/r von Cyber-Mobbing betroffen sein. Und da die Grenzen zwischen den einzelnen Konfliktformen unterschiedlich gezogen werden, lässt sich über die Anzahl der Betroffenen nur schwer etwas Verlässliches sagen.