Warum ist es so schwer, mit Eltern über Konflikte im Netz zu sprechen?

Viele Jugendliche erleben, dass ihre Eltern ganz anders mit Medien und insbesondere Sozialen Netzwerkdiensten umgehen als sie selbst. Häufig kennen sich Eltern nicht so gut mit den Medienangeboten von Jugendlichen aus. Viele Eltern kennen die Angebote und was man da machen kann oft nur vom Hörensagen. Das kann Probleme bereiten, wenn man mit seinen Eltern über Konflikte im Netz sprechen will. Gerade, da sie manchmal anders einschätzen, wo Mobbing beginnt. Aber gerade wenn ein Konflikt belastend ist, kann es sinnvoll sein, auch mit den Eltern darüber zu sprechen.

 

Können Eltern zur Lösung eines Konflikts beitragen?

Natürlich. Aber das können die Jugendlichen oft recht gut abschätzen. Suchen sie Hilfe bei Erwachsenen, ist ihnen wichtig,  dass sie ihnen  vertrauen  und ihre Reaktionen  einschätzen können. Das trifft bei den eigenen Eltern meist zu. Manchmal sind es aber auch andere Verwandte, an die man sich lieber wenden  würde.

Wichtig ist, Folgendes zu besprechen: Was beschäftigt mich? Welche Hilfe wünsche ich mir? Das hilft den Menschen, denen man sich anvertraut, auch tatsächlich so zu unterstützen, wie man sich selbst das wünscht. Hilfe sollte dabei natürlich nicht darin bestehen, es der anderen Konfliktpartei so richtig zu zeigen. Vielmehr sollte es darum gehen, den Konflikt zu lösen.

Schwierig kann sein, dass erwachsene Personen Konflikte manchmal ganz anders einschätzen, als dies Jugendliche tun. Dann muss man darüber reden. Manchmal ist es vielleicht auch ganz interessant zu erfahren, wo Erwachsene die Grenzen zwischen ‚Spaß-Streit‘, Meinungsverschiedenheit, Streit oder Mobbing (à Verweis zu Konfliktformen) ziehen.