Zielgruppenspezifische Arbeit mit Jugendlichen

Um souverän und sozialverantwortlich mit den eigenen Daten und mit denen anderer umgehen zu können, brauchen Jugendliche spezielles Wissen und bestimmte Fähigkeiten. Gleiches gilt für den Umgang mit urheberrechtlich geschützten Inhalten wie auch für das ‚richtige‘ Verhalten in Konflikten im Netz.

Ihnen genau dies zu vermitteln, ist das Ziel pädagogischer Arbeit in diesem Bereich. Die folgenden Anregungen sollen Ihnen dabei helfen, dies in der pädagogischen Bildungspraxis umzusetzen. Die grundlegenden Prinzipien der Medienpädagogik bilden dabei die Kernpunkte:

  • Lebensweltorientierung: An Themen und Fragen ansetzen, die für die Jugendlichen in ihrer Lebenswelt relevant sind. Denn Medienhandeln ist Teil des Alltags.
  • Ressourcenorientierung: An dem Wissen und den Fähigkeiten ansetzen, über die die Jugendlichen bereits verfügen und diese weiterentwickeln.
  • Subjektorientierung: Jugendliche als aktiv handelnde Subjekte verstehen, die eine eigene Meinung und Handlungsmotive haben, die in pädagogischen Räumen aufgegriffen werden müssen.
  • Entwicklungsorientierung: Den jeweiligen Entwicklungsstand der Jugendlichen berücksichtigen und entsprechende Angebote machen.

In der pädagogischen Umsetzung dieser Prinzipien sollten zwei Momente miteinander verbunden werden:

  • Zum einen geht es darum, neue Impulse zu setzen und Themen und Fragen aufzuwerfen. Hier kommt den pädagogischen Fachkräften eine wichtige Rolle zu, da sie einen Rahmen schaffen müssen, in dem neue Impulse möglich sind.
  • Zum anderen sollte der Austausch der Jugendlichen untereinander angeregt werden. So können die Jugendlichen voneinander lernen und werden dazu ermutigt, sich auch gegenseitig zu unterstützen und Mitverantwortung zu unternehmen.

Im Jugendalter machen Jugendliche große Entwicklungsschritte und entsprechend ändert sich auch ihr Medienhandeln. Wenn ein souveräner Medienumgang pädagogisch gefördert werden soll, stehen daher bei unterschiedlichen Zielgruppen verschiedene Aspekte im Vordergrund. Diese können sein:

  • für Spannungsfelder (und Risiken) sensibilisieren
  • konkrete Handlungsanregungen/Tipps geben
  • Regeln artikulieren und diskutieren
  • Hintergrundinformationen bieten
  • Positionierung gegenüber Entwicklungen in der Medienwelt anregen